Unternehmensbewertung Gesundheitswesen / Medizin: Multiples & Beispielrechnung 2026
Käufer bewerten einen Betrieb in Gesundheitswesen / Medizin über das nachhaltige EBITDA und den Umsatz. Unser Modell hinterlegt dafür ein EBITDA-Basis-Multiple von 6× und ein Umsatz-Multiple von 1,5×. Alle Werte sind Modellwerte, Stand 2026-07-17.
EBITDA-Multiple (Basis)
Umsatz-Multiple (Basis)
typische EBITDA-Marge
typisches Wachstum p. a.
WACC (Kapitalzins)
So gewichtet das Modell die Methoden
Bei Gesundheitswesen / Medizin führt die Ertragswert (EBITDA-Multiple)-Methode mit 40 % das Modell an, dazu kommen 30 % Substanzwert und 20 % Umsatz-Multiple und 10 % DCF-Verfahren. Diese Gewichtung spiegelt, worauf Käufer in dieser Branche zuerst schauen.
Beispielrechnung: 2.000.000 € Umsatz
Ein fiktiver Betrieb in Gesundheitswesen / Medizin mit 2.000.000 € Umsatz und der branchentypischen Marge von 18 % erwirtschaftet rund 360.000 € EBITDA. Daraus ergeben sich diese Modellwerte:
| Angenommener Umsatz | 2.000.000 € |
| EBITDA (Umsatz × 18 %) | 360.000 € |
| Ertragswert (EBITDA × 6×, Spanne ±20 %) | 1.728.000 € bis 2.592.000 € |
| Umsatz-Methode (Umsatz × 1,5×) | 3.000.000 € |
Die beiden Methoden liefern bewusst verschiedene Werte. Das Modell gewichtet sie je Branche (oben abgebildet) zu einem Enterprise Value. Davon gehen noch die Netto-Finanzschulden ab, freie Liquidität kommt hinzu. Der ausgezahlte Kaufpreis ist der Equity-Wert, nicht der Enterprise Value.
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Häufige Fragen zur Bewertung in Gesundheitswesen / Medizin
Welches Multiple gilt für die Bewertung von Gesundheitswesen / Medizin?
Unser Modell hinterlegt für Gesundheitswesen / Medizin ein EBITDA-Basis-Multiple von 6× und ein Umsatz-Multiple von 1,5× (Stand 2026-07-17). Das EBITDA-Multiple bewertet den nachhaltigen Gewinn, das Umsatz-Multiple ordnet den Umsatz ein. Der endgültige Wert entsteht aus der gewichteten Kombination beider Verfahren.
Was hebt oder senkt den Unternehmenswert in Gesundheitswesen / Medizin?
Wiederkehrende Umsätze über 60 % heben das Multiple um rund 20 %, aus 6× werden dann etwa 7,2×. Hängt dagegen mehr als ein Viertel des Umsatzes an einem einzigen Kunden, senkt dieses Klumpenrisiko das Multiple um etwa 15 % auf rund 5,1×. Auch Inhaberabhängigkeit und der Digitalisierungsgrad wirken auf den Wert.
Welche Marge und welches Wachstum sind in Gesundheitswesen / Medizin üblich?
Der hinterlegte Branchendurchschnitt liegt bei 18 % EBITDA-Marge und 8 % Wachstum pro Jahr. Wer deutlich darüber liegt, landet im oberen Bereich der Multiple-Spanne; der Kapitalisierungszins (WACC) für die DCF-Rechnung beträgt hier 11 %.
Wie gewichtet Valuate die Bewertungsmethoden für Gesundheitswesen / Medizin?
Bei Gesundheitswesen / Medizin führt die Ertragswert (EBITDA-Multiple)-Methode mit 40 % das Modell an, dazu kommen 30 % Substanzwert und 20 % Umsatz-Multiple und 10 % DCF-Verfahren. Der so berechnete Enterprise Value ist noch nicht der Auszahlungsbetrag: Von ihm gehen die Netto-Finanzschulden ab, freie Liquidität kommt hinzu (Equity Bridge).
Andere Branchen im Vergleich
Vertiefen im M&A-Wissen
Modellwerte, Stand 2026-07-17. Keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung und kein Ersatz für eine Einzelbewertung. Multiples und Margen ändern sich mit dem Markt; verbindliche Unternehmensbewertungen erstellen Wirtschaftsprüfer und spezialisierte M&A-Berater.