Unternehmensbewertung Gastronomie / Hotellerie: Multiples & Beispielrechnung 2026

Käufer bewerten einen Betrieb in Gastronomie / Hotellerie über das nachhaltige EBITDA und den Umsatz. Unser Modell hinterlegt dafür ein EBITDA-Basis-Multiple von 3,5× und ein Umsatz-Multiple von 0,8×. Alle Werte sind Modellwerte, Stand 2026-07-17.

3,5×

EBITDA-Multiple (Basis)

0,8×

Umsatz-Multiple (Basis)

8 %

typische EBITDA-Marge

3 %

typisches Wachstum p. a.

14 %

WACC (Kapitalzins)

So gewichtet das Modell die Methoden

Bei Gastronomie / Hotellerie führt die Ertragswert (EBITDA-Multiple)-Methode mit 50 % das Modell an, dazu kommen 30 % Substanzwert und 10 % Umsatz-Multiple und 10 % DCF-Verfahren. Diese Gewichtung spiegelt, worauf Käufer in dieser Branche zuerst schauen.

Ertragswert (EBITDA-Multiple)
50 %
Substanzwert
30 %
Umsatz-Multiple
10 %
DCF-Verfahren
10 %

Beispielrechnung: 2.000.000 € Umsatz

Ein fiktiver Betrieb in Gastronomie / Hotellerie mit 2.000.000 € Umsatz und der branchentypischen Marge von 8 % erwirtschaftet rund 160.000 € EBITDA. Daraus ergeben sich diese Modellwerte:

Angenommener Umsatz2.000.000 €
EBITDA (Umsatz × 8 %)160.000 €
Ertragswert (EBITDA × 3,5×, Spanne ±20 %)448.000 € bis 672.000 €
Umsatz-Methode (Umsatz × 0,8×)1.600.000 €

Die beiden Methoden liefern bewusst verschiedene Werte. Das Modell gewichtet sie je Branche (oben abgebildet) zu einem Enterprise Value. Davon gehen noch die Netto-Finanzschulden ab, freie Liquidität kommt hinzu. Der ausgezahlte Kaufpreis ist der Equity-Wert, nicht der Enterprise Value.

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Häufige Fragen zur Bewertung in Gastronomie / Hotellerie

Welches Multiple gilt für die Bewertung von Gastronomie / Hotellerie?

Unser Modell hinterlegt für Gastronomie / Hotellerie ein EBITDA-Basis-Multiple von 3,5× und ein Umsatz-Multiple von 0,8× (Stand 2026-07-17). Das EBITDA-Multiple bewertet den nachhaltigen Gewinn, das Umsatz-Multiple ordnet den Umsatz ein. Der endgültige Wert entsteht aus der gewichteten Kombination beider Verfahren.

Was hebt oder senkt den Unternehmenswert in Gastronomie / Hotellerie?

Wiederkehrende Umsätze über 60 % heben das Multiple um rund 20 %, aus 3,5× werden dann etwa 4,2×. Hängt dagegen mehr als ein Viertel des Umsatzes an einem einzigen Kunden, senkt dieses Klumpenrisiko das Multiple um etwa 15 % auf rund 2,98×. Auch Inhaberabhängigkeit und der Digitalisierungsgrad wirken auf den Wert.

Welche Marge und welches Wachstum sind in Gastronomie / Hotellerie üblich?

Der hinterlegte Branchendurchschnitt liegt bei 8 % EBITDA-Marge und 3 % Wachstum pro Jahr. Wer deutlich darüber liegt, landet im oberen Bereich der Multiple-Spanne; der Kapitalisierungszins (WACC) für die DCF-Rechnung beträgt hier 14 %.

Wie gewichtet Valuate die Bewertungsmethoden für Gastronomie / Hotellerie?

Bei Gastronomie / Hotellerie führt die Ertragswert (EBITDA-Multiple)-Methode mit 50 % das Modell an, dazu kommen 30 % Substanzwert und 10 % Umsatz-Multiple und 10 % DCF-Verfahren. Der so berechnete Enterprise Value ist noch nicht der Auszahlungsbetrag: Von ihm gehen die Netto-Finanzschulden ab, freie Liquidität kommt hinzu (Equity Bridge).

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Modellwerte, Stand 2026-07-17. Keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung und kein Ersatz für eine Einzelbewertung. Multiples und Margen ändern sich mit dem Markt; verbindliche Unternehmensbewertungen erstellen Wirtschaftsprüfer und spezialisierte M&A-Berater.

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