Unternehmensbewertung E-Commerce / Online-Handel: Multiples & Beispielrechnung 2026
Käufer bewerten einen Betrieb in E-Commerce / Online-Handel über das nachhaltige EBITDA und den Umsatz. Unser Modell hinterlegt dafür ein EBITDA-Basis-Multiple von 5× und ein Umsatz-Multiple von 1×. Alle Werte sind Modellwerte, Stand 2026-07-17.
EBITDA-Multiple (Basis)
Umsatz-Multiple (Basis)
typische EBITDA-Marge
typisches Wachstum p. a.
WACC (Kapitalzins)
So gewichtet das Modell die Methoden
Bei E-Commerce / Online-Handel führt die Ertragswert (EBITDA-Multiple)-Methode mit 50 % das Modell an, dazu kommen 30 % Umsatz-Multiple und 10 % Substanzwert und 10 % DCF-Verfahren. Diese Gewichtung spiegelt, worauf Käufer in dieser Branche zuerst schauen.
Beispielrechnung: 2.000.000 € Umsatz
Ein fiktiver Betrieb in E-Commerce / Online-Handel mit 2.000.000 € Umsatz und der branchentypischen Marge von 12 % erwirtschaftet rund 240.000 € EBITDA. Daraus ergeben sich diese Modellwerte:
| Angenommener Umsatz | 2.000.000 € |
| EBITDA (Umsatz × 12 %) | 240.000 € |
| Ertragswert (EBITDA × 5×, Spanne ±20 %) | 960.000 € bis 1.440.000 € |
| Umsatz-Methode (Umsatz × 1×) | 2.000.000 € |
Die beiden Methoden liefern bewusst verschiedene Werte. Das Modell gewichtet sie je Branche (oben abgebildet) zu einem Enterprise Value. Davon gehen noch die Netto-Finanzschulden ab, freie Liquidität kommt hinzu. Der ausgezahlte Kaufpreis ist der Equity-Wert, nicht der Enterprise Value.
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Häufige Fragen zur Bewertung in E-Commerce / Online-Handel
Welches Multiple gilt für die Bewertung von E-Commerce / Online-Handel?
Unser Modell hinterlegt für E-Commerce / Online-Handel ein EBITDA-Basis-Multiple von 5× und ein Umsatz-Multiple von 1× (Stand 2026-07-17). Das EBITDA-Multiple bewertet den nachhaltigen Gewinn, das Umsatz-Multiple ordnet den Umsatz ein. Der endgültige Wert entsteht aus der gewichteten Kombination beider Verfahren.
Was hebt oder senkt den Unternehmenswert in E-Commerce / Online-Handel?
Wiederkehrende Umsätze über 60 % heben das Multiple um rund 20 %, aus 5× werden dann etwa 6×. Hängt dagegen mehr als ein Viertel des Umsatzes an einem einzigen Kunden, senkt dieses Klumpenrisiko das Multiple um etwa 15 % auf rund 4,25×. Auch Inhaberabhängigkeit und der Digitalisierungsgrad wirken auf den Wert.
Welche Marge und welches Wachstum sind in E-Commerce / Online-Handel üblich?
Der hinterlegte Branchendurchschnitt liegt bei 12 % EBITDA-Marge und 18 % Wachstum pro Jahr. Wer deutlich darüber liegt, landet im oberen Bereich der Multiple-Spanne; der Kapitalisierungszins (WACC) für die DCF-Rechnung beträgt hier 12 %.
Wie gewichtet Valuate die Bewertungsmethoden für E-Commerce / Online-Handel?
Bei E-Commerce / Online-Handel führt die Ertragswert (EBITDA-Multiple)-Methode mit 50 % das Modell an, dazu kommen 30 % Umsatz-Multiple und 10 % Substanzwert und 10 % DCF-Verfahren. Der so berechnete Enterprise Value ist noch nicht der Auszahlungsbetrag: Von ihm gehen die Netto-Finanzschulden ab, freie Liquidität kommt hinzu (Equity Bridge).
Andere Branchen im Vergleich
Vertiefen im M&A-Wissen
Modellwerte, Stand 2026-07-17. Keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung und kein Ersatz für eine Einzelbewertung. Multiples und Margen ändern sich mit dem Markt; verbindliche Unternehmensbewertungen erstellen Wirtschaftsprüfer und spezialisierte M&A-Berater.